Rebranding, Relaunch oder Redesign?
Wieviel Veränderung Ihr Name und Ihre Marke wirklich brauchen
Wer schon etwas länger das eigene Business betreibt, stellt sich irgendwann die Frage, ob der eigene Auftritt noch zeitgemäß ist. Haben sich der Markt, die Zielgruppe oder das Business verändert? Passt das, was Logo, Claim, Website oder der Name ausdrücken, noch zu dem, was wir machen? Und falls nicht, was genau müsste geändert werden?
Braucht es einen neuen Anstrich, eine neue Kernaussage oder muss alles einmal neu gedacht werden? Idealerweise hat man bereits zum Beginn seines Projekts die Zukunft im Blick gehabt und einberechnet. Aber niemand kann hellsehen und alle Veränderungen und Entwicklungen vorausahnen. Auch wir haben uns diesen Fragen gestellt. Da wir viele Markenwechsel oder -erneuerungen bei unseren Kunden begleitet haben und selbst schon alle Änderungen durchlebt haben, verraten wir hier die Unterschiede und welche Maßnahmen wann Sinn machen:
Redesign: Die visuelle Frischekur
Die Light-Variante eines ganzen Rebrandings ist das Redesign. Neue Grafik, neues Logo, frische Farben und Bilder. Man muss sich erstmal überlegen, was genau geändert werden und in welche Richtung es gehen soll. Hier kommen ebenso wie beim kompletten Rebranding-Prozess Fragen der Strategie, Marken-Aussage und Zukunftsvision ins Spiel. Und selbst wenn das alles geklärt ist, ist es gar nicht so einfach, sich für ein neues „Logo-Baby“ zu entscheiden – haben wir selbst schon drei mal erlebt. Will man alle möglichen Elemente und Aussagen in ein Logo hineinstopfen, lässt den routiniertesten Grafik-Designer sich die Haare raufen. Der Re-Logo-Prozess ist vielleicht nicht ganz so einschneidend wie ein komplettes Rebranding oder auch ein Renaming, aber auch nicht ohne. Vor allem wenn man es so radikal macht wie wir und nicht nur ein kleines Facelift.
Von Buchstaben-Kästchen im Scrabble-Look zu einem neuen, luftigen Logo-Design.
Wie lange hat der Logowechsel gedauert? Wir waren ein gutes Jahr damit beschäftigt bis das neue Logo gefunden und eingeführt war. Das geht sicher auch schneller, aber als Hausnummer ist der Zeitraum realistisch, denn man unterschätzt so einen Prozess fast immer.
Relaunch: Die Modernisierung des Auftritts
Mit dem neuen Logo-Auftritt einher ging eine Überarbeitung der Website, die schon lange angestrebt wurde. Was diesen Prozess so anstrengend und zeitaufwändig macht? Man muss wirklich jeden einzelnen Baustein, jede Farbe, jedes Bild und alle Texte komplett neu denken. Passt das so noch dahin, wo es vorher war, macht eine neue Landing Page für dieses oder jenes Thema Sinn und welche technischen Features gibt es, die man nun unbedingt haben muss? Und was bleibt so wie es ist?
Um up-to-date zu bleiben haben wir nun schon die fünfte Website am Start seit unserer Gründung, also im Schnitt gab es bisher alle vier Jahre einen Relaunch der Website. Muss das wirklich so oft sein? Nein, wenn man sich für das richtige System bzw. den passenden Anbieter entscheidet nicht. Wir machen das ab sofort anders: Dann kann man mit laufenden Updates, also kleineren Überarbeitungen und Anpassungen das große Relaunch-Ereignis ziemlich lange herauszögern. Aber sobald es grundlegende technische Änderungen oder einschneidende Veränderung am eigenen Business gibt, muss häufig auch ein neuer Web-Auftritt her.
Rebranding: Die strategische Neuausrichtung
Ein Rebranding wird oft mit Umbenennung gleichgesetzt, beinhaltet aber etwas mehr bzw. anderes: nämlich die Überarbeitung des Markenaussagen, wie Vision, Kern, Werte usw.; es steckt also eine komplette Neuausrichtung dahinter. Nicht selten mündet das auch in ein Renaming, kann aber auch unter einem bestehenden, noch passenden Namen, neu ausgerichtet werden.
In unserem Fall haben wir neben einem neuen Look und Logo auch die Wirkung und Aussage unserer Marke unter die Lupe genommen. So ist der Gründungs-Claim „Wir machen Namen“ zwar immer noch wahr und besticht durch seine Einfachheit. Allerdings hat sich unser Geschäft auch deutlich weiterentwickelt.
Da ging es dann ans Eingemachte: Unsere Projekte sind inzwischen immer komplexer geworden. Zu Beginn ging es tatsächlich mehr um einzelne Produktnamen, Firmennamen oder Titelfindungen. Heute kümmern wir uns auch um die Benennung ganzer Produkt- und Markenportfolios und arbeiten mit großen Teams an Renamings bestehender Unternehmen oder Marken. Und auch beim „ganz normalen“ Naming einzelner Projekte, liefern wir nicht nur die Ideen, sondern sind beratend und moderierend eng eingebunden. Naming-Projekte erfordern aufwendige, multinationale Markenrecherchen in hart umkämpften Märkten.
Wir „machen“ also nicht mehr nur Namen, sondern alles was nötig ist, um neue Namen an den Start zu bringen, v.a. auch was die Bewertung und Abstimmung von Namensideen angeht. Beratung in kniffligen Umbenennungs- und Neugründungs-Prozessen, Moderation von Entscheidungsprozessen und coachen in unterschiedlichen Situationen, in denen es (auch) um Namen geht. Und das mit unserer inzwischen ausgereiften eigenen Namestorm-Methode. Wir sehen uns als Partner für den gesamten Branding-Prozess. All das findet sich in unserem Slogan wider: Starke Namen für starke Marken – Die richtige Antwort auf jede Benennungsfrage. Der Slogan löst nun unseren alten Claim „Wir machen Namen“ ab, ist unabhängig vom Logo und kann dynamisch angepasst werden, wenn sich die Dinge wieder weiterentwickeln.
Renaming: Wenn ein neuer Name her muss
Die Umbenennung bestehender Unternehmen und Marken, von den ersten Überlegungen bis zur Einführung des neuen Namens gehört zu unseren Kern-Leistungen. So durften wir schon die unterschiedlichsten Unternehmen dabei begleiten.
Das Renaming eingeführter Marken ist meist hoch in den Unternehmen aufgehängt und bis zur Entscheidung oft ein Marathon. Wir versuchen daraus einen 10-km-Lauf zu machen.
Bei rechtlichen Problemen, Firmenverkäufen, Inhaberwechsel etc. ist eine Umbenennung meist keine Option, sondern ein Muss. Dann sollte auf jeden Fall genug Zeit Planung, Kreations, Entscheidung und Integrations eingeplant werden. Ein Naming-Workshop kann helfen, alle Beteiligten auf die Namensreise mitzunehmen und für neue Ideen zu begeistern. Im Fall unseres Namens war klar, dass der „Namenssturm“ den Überarbeitungstest hinsichtlich Zukunftstauglichkeit und Strategie bestanden hat und uns noch eine Weile (oder immer?) weiter begleiten wird. Namestorm bleibt also Namestorm!
Wir können festhalten, sofern kein Redesign, Rebranding oder Relaunch tatsächlich durchgeführt werden muss, sollten solche Maßnahmen gut überlegt und geplant sein. Die Motivation darf nicht nur sein, sich einen Anstrich geben zu wollen. Die zeitliche Planung ist einfach: grob durchplanen und dann mal zwei nehmen. Ein selbst gesteckter enger Zeitplan hilft niemandem und führt zu schnellen, halbherzigen Lösungen oder gar zur Aufgabe des Vorhabens.
Melden Sie sich jederzeit gerne bei uns, wenn Sie Fragen zu den hier angesprochenen Themen haben!
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