Die Namestorm-Methode für starke Namen
Die Anforderungen an eine professionelle Namensentwicklung sind hoch: bei aller Kreativität, Einzigartigkeit und Begeisterung für tolle Ideen muss der Name am Ende auch verwendbar und auf lange Sicht passend für das benannte Angebot sein.
Mit der Namestorm®-Methode behalten wir sämtliche Aspekte und Herausforderungen des Naming-Prozesses im Blick und garantieren die größte Bandbreite an Kreativität in Kombination mit der akribischen Prüfung der Namen, die wir vorschlagen. Unser strukturierter Prozess führt Sie in fünf klaren Schritten von der ersten strategischen Positionierung bis zum finalen, starken Markennamen.
Der Name ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für ein Unternehmen, eine Marke oder ein Produkt. Der Weg zum perfekten Namen ist jedoch nicht einfach. Die Namestorm®-Methode zeigt, welche fünf Schritte nötig sind, um eine Namensfindung strukturiert und effektiv umzusetzen.
Schritt 1: Briefing & Fokus
Die gut geplante Namensfindung fängt nicht mit Ideen zum Namensstil oder gar einem Brainstorming an. Schritt 1 dreht sich zunächst um das zu benennenden Produkt bzw. Vorhaben an sich. Daraus ergibt sich der Fahrplan für die weiteren Schritte und den erfolgreichen Abschluss.
Bevor wir also in die kreative Namenssuche starten, klären wir Positionierung und Anforderungen. Außerdem definieren wir die Erfolgskriterien. Das sind die besonderen Merkmale, die Ihr Projekt ausmachen.
- Positionierung: Was ist das Spezielle an Ihrem Vorhaben und was hebt es vom Wettbewerb ab?
- Anforderungen: Welche formalen, sprachlichen und markenrechtlichen Kriterien soll der Name erfüllen?
- Erfolgskriterien: An welchen besonderen Merkmalen entscheiden wir später, wie geeignet die Namen sind und welche wirklich in Frage kommen – jenseits von Geschmacksfragen.
Schritt 2: Wort-Schatzsuche
Wie bei anderen kreativen Prozessen gilt auch beim Naming: Die Basis starker Ideen besteht erst mal aus sehr vielen Ideen. Je größer und vielfältiger dieser projektspezifische Wort-Schatz ist, desto mehr Baumaterial haben wir für das anschließende Namestorming. Wenn nötig, gehen wir noch eine Stufe weiter und erweitern den Wort-Schatz um zusätzliche, bewusst weiter entfernte Begriffe und Assoziationen.
Die Wort-Schatzsuche besteht aus drei Säulen:
- Themenfelder: Bevor wir einzelne Wörter suchen, definieren wir die inhaltlichen Bereiche, aus denen passende Begriffe und Assoziationen entstehen.
- Sprachwelten: Diese beschreiben, in welchem Stil, Ton und in welcher Sprache Namen kreiert werden können.
- Glossare: Schließlich entstehen umfangreiche Wortlisten, die z. B. als Mindmap organisiert werden und als kreativer Nährboden dienen.
Um möglichst viele überraschende Wörter und Ansätze zu finden kommen unsere spezifischen Kreativmethoden zum Einsatz, die wir speziell für die Namenssuche entwickelt haben: Wordwriting, Wonder Words, Wonder Pictures oder die Flip-Flop-Methode. Diese haben wir im Buch „Starke Namen“ im Detail vorgestellt.
Schritt 3: Namestorming
Hier schlägt das kreative Herz unseres Prozesses – where the magic happens. Aus dem zuvor gesammelten sprachlichen Rohmaterial formen wir nun eine enorme Bandbreite an markanten Namensideen. Das Namestorming läuft wiederum in mehreren Etappen ab, in Einzelarbeit und im Workshop.
Das Kreieren selbst ist dabei meist nicht der schwierigste Teil. Der schwierige Part ist das anschließende Ordnen, Vorbewerten und Selektieren. Vor allem das Reduzieren ist herausvordernd, weil es darum geht, sich auch von originellen Ideen zu trennen.
Viele starten die Namensfindung direkt mit dem Namestorming, also ohne Schritt 1 und 2 sauber geklärt zu haben. So entstehen zwar schnell Ideen, aber es fehlt später die Grundlage, um sie sinnvoll einzuordnen, zu vergleichen und sicher auszuwählen.
- Namenskreation: Die aktive Entwicklung und das präzise Schmieden einzigartiger Begriffe, Neologismen und Wortkombinationen, -verschmelzungen und sonstiger sprachlicher Kniffe.
- Namenstypen: Das systematische Jonglieren mit den verschiedenen Gattungen von Markennamen. Die Namenstypen reichen von beschreibenden Namen und Akronymen über assoziative Begriffe bis hin zu völlig freien Kunstnamen – und allem dazwischen.
- NameStory: Ohne eine Geschichte, ist ein Name erstmal nur ein Begriff, der bestimmte Informationen beinhaltet. Zum Leben erweckt wird er mit einer dazugehörigen Geschichte, die den Namen herleitet, emotional auflädt, eine tiefere Vision verkörpert und ihn intern wie extern zum Leben erweckt.
Schritt 4: Namensprüfung
Kreativität ist im Naming nur die halbe Miete. Denn die originellsten Namensideen bringen nicht weiter, wenn die rechtliche und sprachliche Machbarkeit fehlen. Daher trennt sich in dieser entscheidenden Phase die Spreu vom Weizen. Wir unterziehen alle aussichtsreichen Namensideen aus dem Namestorming einem harten, mehrstufigen Prüfprogramm, um Risiken wie spätere Abmahnungen und weitere Überraschungen von vornherein zu minimieren.
Die professionelle Namensprüfung betrifft diese drei Kernbereiche:
- Marke: Das A und O ist eine fundierte markenrechtliche Vorrecherche in den relevanten Registern und länderspezifischen Markenklassen (Nizza-Klassen), um Kollisionen mit älteren, geschützten Markenrechten zu vermeiden.
- Domain/Web: Verfügbarkeits- und Unbedenklichkeitscheck von Top-Level-Domains sowie Suchmaschinen-Treffern, um problematische Seiten oder andere unerwünschte Auffälligkeiten frühzeitig auszuschließen. Die Web-Recherche findet häufig schon parallel zum Namestorming statt.
- Social: Verfügbarkeit relevanter Social-Media-Handles auf den wichtigsten Plattformen für einen einheitlichen Markenauftritt.
- Sprach/Kultur: In diesem Linguistik-Check werden Namen international auf negative Konnotationen, unglückliche Bedeutungen, Assoziationen oder Aussprache-Barrieren in verschiedenen Sprachen und Kulturkreisen.
Schritt 5: Bewertung & Entscheidung
Am Ende dieses Prozesses steht die wichtigste Hürde: Die Auswahl des finalen Namens. Starke Namensideen nützen nichts, wenn sie intern zerredet werden oder in den Gremien hängenbleiben. In dieser Phase begleiten wir Sie durch den Entscheidungsprozess, damit aus den sorgfältig entwickelten Namen eine fundierte Entscheidung getroffen wird.
Während der Bewertung- und Entscheidungsphase dreht es sich um folgende Punkte:
- Diskussion: Die favorisierten Namen gemeinsam konstruktuv einordnen und unterschiedliche Sichtweisen, Eindrücke und Meinungen abgleichen.
- Ranking nach Kriterien: Mittels unterschiedlicher Tools und Techniken können die Namen anhand der zuvor definierten Erfolgskriterien sachlich verglichen werden.
- Entscheidungsfindung: Empfehlung, finale Moderation und Hilfestellung bei der Entscheidung des finalen Namens bzw. der Top-Auswahl, um bestens für den Markenschutz gerüstet zu sein.
Fazit: Der sichere Weg zum starken Namen
Mit Methode sicher zum Namen kommen?
Wir docken mit unserer Namensfindungs-Methode flexibel überall an: ganz am Anfang Ihrer Namenssuche oder wenn Sie schon länger auf der Suche sind.